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Lobbacher Gespräche

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Veröffentlicht: 20. April 2022
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Guten Abend, meine Damen und Herren,

Ich begrüße Sie herzlich zum zweiten Abend unserer Reihe der Klima- und Umweltveranstaltungen, die in diesem, vor allem aber in den nächsten Jahren immer wieder auf unserer Agenda stehen.

In diesem Jahr, 2018, standen und stehen ja etliche Gedenktage und Jubiläen an, weniger rühmliche, wie einige Kriegsereignisse, aber auch durchaus erwähnenswerte wie der 200. Geburtstag von Karl Marx, 100. Geburtstag von Helmut Schmidt oder – und damit sind wir beim Thema – 50 Jahre Gründung des Club of Rome. Nicht alle diese Ereignisse konnten und wollten wir zum Anlaß für einen Diskussionsabend der Lobbacher Gespräche nehmen, anders ist es aber bei dem letzten Jubiläum, der Gründung des Club of Rome durch den Italiener Aurelio Peccei. Seine These: "Wir müssen verstehen, dass das Schicksal unserer Erde auf dem Spiel steht und wir müssen versuchen, das Wohl unserer Erde mit den Entwicklungen in Einklang zu bringen, die mit der Modernisierung einhergehen. Das verlangt eine menschliche, ja eine kulturelle Revolution."

Das sind starke Worte, die uns nachdenklich machen sollten. Um das Bewußtsein der Weltöffentlichkeit zu schärfen, veröffentlichte die Organisation 1972 eine Publikation, herausgegeben von dem amerikanischen Ökonom Dennis Meadows: Die Grenzen des Wachstums. Die Studie, es handelt sich dabei um eine Computersimulation der Entwicklung der Welt bis zum Jahr 2100, war als Publikation ein immenser Erfolg, der Einfluß auf die Politik nicht ganz so. Heute ist die Studie aber aktueller denn je. Dennis Meadows selbst hat ja in einem Interview nicht mehr ausgeschlossen, dass wir Menschen die Erde bald unbewohnbar machen.

Es muß uns also endlich jemand ins Gewissen reden, uns aufrütteln, und das überlasse ich gerne unserem heutigen Gast, Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Er ist Naturwissenschaftler, Physiker, Chemiker, Hochschullehrer und Wissenschaftler,  u.a. Direktor des Instituts für Europäische Umweltpolitik, Vorsitzender der Enquete-Kommission „Globalisierung der Weltwirtschaft“ -  um nur ein kleinen Ausschnitt zu nennen und seit 2012 Ko-Präsident des Club of Rome.

Aber bevor du mit Deinen Ausführungen beginnst, Ernst

 

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Veröffentlicht: 20. April 2022
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Guten Abend, meine Damen und Herren,
meine Name ist Reinhard Aldag und ich komme aus Eberbach. Ich begrüße Sie herzlich zu unserer inzwischen 4. Veranstaltung in der Reihe „Lobbacher Gespräche“.
Das Generalthema dieser und einiger folgenden Diskussionsrunden im nächsten Jahr heißt „Klima und Umwelt“. Vielleicht werden sich jetzt einige fragen: Was hat die SPD mit Umwelt zu tun? Kleiner Hinweis: Die SPD hat seit 2005 drei Umweltminister gestellt, die amtierende Umweltministerin Svenja Schulze ist auch von der SPD.
Auch die Idee dieser „Lobbacher Gespräche“ geht auf die Beschäftigung mit dem Thema zurück.
2013 wurde bei der SPD Rhein-Neckar ein Arbeitskreis „Klima und Umwelt“ gegründet. Am Rande dieser Veranstaltung, die selbst nicht so richtig in Fahrt kam, entstand die Idee von einem Bürgerdialog – eben den Lobbacher Gesprächen. Inzwischen konnten wir einige recht erfolgreiche Veranstaltungen organisieren, bei der Sie, verehrte Gäste, die Hauptperson sind. Auch das Thema Klima und Umwelt steht wieder auf der Agenda. Das Thema ist überaus facettenreich, ja komplex und so haben wir vor, hier mehrere Veranstaltungen mit Ihnen zu bestreiten.
Den Auftakt bildet heute ein Rückblick in die Geschichte der Wetteraufzeichnung, wir fangen also ganz vorne an bei den Grundlagen, bei der Aufzeichnung der Daten an. Wetter ist ja nicht gleich Klima, vielmehr bezeichnet Klima die Bedingungen für eine Abfolge von physikalischen Vorgängen, Luftströmungen durch Druckunterschiede in der Atmosphäre, Verdampfungs- und Kondensationsvorgänge also Regen, und Temperaturwechsel, durch schwankende Sonnenintensität im Wechsel der Jahreszeiten und über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg, alles Vorgänge, die das Wetter in unserer Umgebung erzeugen. Unser Klima hat sich über die Jahrhunderte und Jahrtausende immer wieder verändert, aber durchaus mit einer gewissen Regelmäßigkeit: Es gab Phasen größerer Kälte aber auch Phasen größerer Trockenheit und damit meine ich jetzt nicht nur den vergangenen Sommer. Nehmen Sie mal die Zeit vor ca. 1000 Jahren, da segelten die Wikinger nach Norden und fanden grünes Land – Grönland – so einladend, dass sie beschlossen, dort zu siedeln und Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Vor ca. 700 Jahren wurde es dann aber doch zunehmend ungemütlich, sodass sie ihre Zelte abbrachen und sich wieder auf den Weg nach Süden machten. Vor ca. 2000 Jahren, der spätrömischen Wärmeperiode oder offiziell Roman Climatic Optimum, erlebte der gesamte Mittelmeerraum eine Blütezeit. Tacitus, ein römischer Historiker und Senator während der Jahrtausendwende um das Jahr 0, lobte in seinen Schriften das ungewöhnlich milde Klima in England, das sogar Weinbau erlaubte, wenn auch keine Oliven. Die Veränderung des Klimas, die natürlich auch immer mit erheblichen gesellschaftspolitischen Veränderungen und kulturellen Ereignissen einherging, ist ein Aspekt der uns in den kommenden Veranstaltungen auch immer wieder beschäftigen wird. Beginnen wir mit der Geschichte der Wetteraufzeichnung. Was heißt das überhaupt, wenn gesagt wird: Wir hatten den wärmsten Januar oder… seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Wer könnte Ihnen das besser erläutern als unser heutiger Gast: Herr Dr. Paul Becker vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Herr Dr. Becker hat in Hamburg Meteorologie studiert und begann 1989 beim DWD. Er ist jetzt Leiter des Geschäftsbereichs Klima und Umwelt und Mitglied im Vorstand des Wetterdienstes und Vizepräsident des Amtes. Nebenbei ist er in diversen Konsortien und Beiräten als Mitglied oder Vorsitzender tätig.
Herr Becker, bevor Sie uns erklären, wie man in Offenbach das Wetter macht, gebe ich das Wort an…..

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Veröffentlicht: 20. April 2022
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Der Feiertag, 3.10.2018, fiel auf einen Mittwoch, und so erschien es günstig, die beiden Brückentage 1.10 und 2.10. für eine Doppelveranstaltung zum Thema Klima zu nutzen.

Für den ersten Abend konnten wir Dr. Paul Becker, den Vizepräsidenten des Deutschen Wetterdienstes gewinnen, der eine interessante Einführung in die Entwicklung der Meteorologie gab

Begrüßung 1.Abend

Flyer

Homepage des Deutschen Wetterdienstes DWD

Dr. Paul Becker, Portrait

 

Der 2. Abend stand im Zeichen des Club of Rome, der in diesem Jahr (2018) seinen 50. Geburtstag feierte und seinem ehemaligen Präsidenten Ernst-Ulrich von Weizsäcker

Begrüßung 2.Abend

Flyer

Porträt Prof. Dr. Ernst-Ulrich v. Weizsäcker

Der Club Of Rome (dt. Homepage)

 

Logo clubofrome

 

buch grenzen des wachstumDennis Meadows: Die Grenzen des Wachstums

Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart,, 1972

(nur noch antiquarisch erhältlich)

 

 

 

 

 

 

 

Die Mission von Aurelio Peccei, Gründer des Club of Rome (1968)

 club of rome credo

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Veröffentlicht: 16. April 2022
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flyer 3feldenkirchen vorderseite

 

flyer 3 innen feldenkirchen

 

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Veröffentlicht: 16. April 2022
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Guten Abend, meine Damen und Herren

Ich begrüße Sie herzlich zu unserer inzwischen 3. Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Lobbacher Gespräche“.

Die Form ist diesmal etwas ungewöhnlich, insofern, als wir etwas abweichen von dem Format der vorangegangenen Veranstaltungen. Diesmal erwartet Sie eine Lesung, eine Lesung mit dem Spiegeljournalisten Markus Feldenkirchen. Er hatte in der Zeit von März bis September 2017 den Kanzlerkandidaten der SPD, Martin Schulz, durch den Wahlkampf begleitet, war bei den Besprechungen und Krisensitzungen dabei, auch in den Stunden der Bekanntgabe der Wahlergebnisse. Entstanden ist ein Zeitdokument, das nicht nur das erbarmungslose Leben eines Politikers mit seinen Höhen und Tiefen, insbesondere in Wahlkampfzeiten, widerspiegelt, sondern auch Einblicke gibt in die Arbeitsweise einer Partei, einer Parteizentrale, dem Willy-Brandt-Haus in Berlin.

Wie wir alle wissen, war dieser Wahlkampf für die SPD ein Desaster. Man kann nun den Kopf in den Sand stecken und sagen: ok, war ein totaler Schlag ins Wasser, lag am Kandidaten… und die ganze Sache unter den Teppich kehren und am besten schnell vergessen.

Aber so einfach machen wir uns das nicht, wir wollen hier versuchen, etwas differenzierter dem Problem auf den Grund zu gehen und fragen uns: lag es wirklich vor allem an der Person Schulz, lag es nicht vielmehr an der Entwicklung der SPD in den letzten Jahren, angefangen bei der Agenda 2010 und einer Wandlung der Partei, die sich doch sehr verändert hat, weg vom fürsorglichen Sprachrohr des kleinen Mannes, vom Fürsprecher der weniger Privilegierten. Willi Brandt würde vielleicht sagen, hin zu einer Partei, die keine sozialdemokratische Politik mehr macht. Worum es heute also auch geht verbirgt sich verschämt hinter dem Begriff „Erneuerung“, ein Begriff, manchen sagen auch Worthülse, der so oft bemüht wird, dass ihn fast keiner mehr hören kann, der aber auch so gut verpackt ist, dass fast keiner mehr erkennt, wann wie was erneuert wird.

Martin Schulz wollte erneuern, er startete in den Wahlkampf mit folgender Intention: (ich zitiere aus dem Buch):

Martin Schulz wollte Martin Schulz bleiben. Als Gegenmodell hatte er seine Gegnerin Angela Merkel vor Augen, die sich in den Jahren ihrer Kanzlerschaft persönlich wie inhaltlich zu einer Art Neutrum entwickelte und bei der es schwerfällt zu sagen, wer sie ist und wofür sie steht. Schulz hingegen wollte im Wahlkampf genau so reden, handeln und entscheiden, wie er es zuvor getan hatte. Er wollte möglichst unverstellt und ungecoacht ins Kanzleramt kommen. Was wir jedoch beobachtet haben im vergangenen Jahr war eine Kanzlerkandidatur, die wie keine andere in der fast 70jährigen Geschichte der Bundesrepublik ähnlich dramatisch verlief. Über Nacht stieg Martin Schulz zum „fröhlichen Retter einer todtraurigen SPD“ auf, die Umfragewerte schossen auf über 30%. Im März 2017 erhielt Schulz bei seiner Wahl zum Parteivorsitzenden 100% der Delegiertenstimmen, ein Ergebnis, das man in Deutschland bislang vor allem von Politikern wie Erich Honecker und der SED kannte und in einer demokratischen Partei schon fast unanständig wirkt. Sechs Monate später erreichte die SPD mit 20,5% das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Weitere 5 Monate später hatte man ihn vom Hof gejagt, mehr noch, man hatte ihm sogar verboten, ein Amt in der neuen Regierung zu übernehmen, dabei hatte er einen Koalitionsvertrags ausgehandelt, der überwiegend eine SPD-Handschrift trug.

All diese Facetten sind nun für eine Partei, in der ein Begriff wie „Solidarität“ – einst Mantra aller linken Bewegungen schlechthin – die dominierende Rolle spielen sollte, wenig schmeichelhaft und man fragt sich: wo ist das Gespür geblieben für das, was die Leute bewegt, für das, was sie von der Politik erwarten? Hier muß z.B. Erneuerung ansetzen und nicht beim häufigen Austausch von Parteivorsitzenden.

Sie, liebe Anwesende, sind bekanntlich die Hauptakteure dieser Veranstaltung. Es geht also auch und vor allem um Erneuerung, die dringend geboten erscheint! Selbstverständlich werden wir in dieser Stunde dafür kein Patentrezept erarbeiten können, aber nutzen Sie die Gelegenheit, um IHRE Ansicht, IHRE Vorstellungen mitzuteilen, woran es bei der Politik und den Politikern und den Parteien krankt. Was bewegt Sie, wo wird Ihrer Meinung nach an den Menschen vorbei regiert. Anders als in Jena bei der Diskussion mit der Bundeskanzlerin arbeiten wir hier übrigens nicht mit ausgewählten Besucherlisten und vorsortierten Fragen.

Und damit begrüße ich herzlich den Redner unserer heutigen Veranstaltung, Markus Feldenkirchen. Er ist Journalist beim Spiegel, Autor im Hauptstadtbüro des Spiegels in Berlin.

Mit seiner Reportage wurde er 2017 zum Journalist des Jahres geehrt.

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend und spannende, anregende Diskussionen.

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