Guten Abend meine Damen und Herren,

mein Name ist Reinhard Aldag und ich begrüße Sie zu einer neuen Veranstaltung im Rahmen der Lobbacher Gespräche.

In der Tat können wir heute ein kleines Jubiläum feiern: es handelt sich um die 20. Veranstaltung, seit wir am 18.August 2017 (mit großem Lampenfieber) unsere erste Diskussion - seinerzeit mit dem ehemaligen Münchner Oberbürgermeister Christian Ude - hier in der Sauerstiftung durchgeführt haben.

Dank gilt an dieser Stelle vor allem meinem Team, ohne dessen tatkräftiger Mithilfe die Lobbacher Gespräche nicht möglich geworden wären, Dank natürlich der SPD und ihrer finanziellen Unterstützung und vor allem Dank Ihnen, unserem phantastischen Publikum, den Menschen, den Bürgern, die uns die ganze Zeit über großes Interesse entgegen gebracht haben und die Veranstaltung gestalten, die also quasi die Hauptakteure sind.

Wichtiger für unsere heutige Veranstaltung ist allerdings noch ein anderes denkwürdiges Jubiläum, das wir in diesem Jahr begehen können.

Am 18. Mai 1848, also vor ziemlich genau 175 Jahren, versammelten sich in der Frankfurter Paulskirche 587 erstmals frei gewählte Parlamentarier, um eine neue Verfassung für einen erstmals einheitlichen deutschen Nationalstaat zu beschließen. Vorausgegangen waren allerdings wirtschaftliche Krisen, Massenarbeitslosigkeit, heftige Unruhen – kurz: eine massive Unzufriedenheit der Menchen, die nach 1789 fast ganz Europa erfasst hatte. Dieses Ereignis markiert den Start der Demokratie in Deutschland.

Gut 100 Jahre später, am 24.Mai 1949, wurde unter Regie der alliierten Besatzungsmächte die Bundesrepublik Deutschland als repräsentative Demokratie gegründet. Seitdem hat Deutschland einen Bundestag, in dem die Repräsentanten, die Abgeordneten, zusammensitzen und Gesetze beschließen. Dieser Bundestag, der seltsamerweise im Reichstag wohnt, ist also das Zentrum der Gesetzgebung, der Legislative. Der Präsident der Versammlung hat damit nach dem Bundespräsidenten, das zweithöchste Amt inne, das Deutschland zu vergeben hat. Zur Zeit ist es eine Präsidentin, die dem Bundestag vorsitzt und ich freue mich sehr, dass wir die Ehre haben, die Präsidentin des Bundestages bei den Lobbacher Gesprächen begrüßen zu dürfen.

Herzlich willkommen Bärbel Bas

Bärbel Bas ist ein 68er Jahrgang und stammt aus Duisburg, wo sie mit 5 Geschwistern aufwuchs. Sie hatte eigentlich eine Ausbildung als Schweißerin absolviert, aber mangels Berufsangebote arbeitete sie zunächst als Bürogehilfin bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft. Es folgte die weitere Ausbildung im Sozialversicherungswesen und Studium des Personalmanagements, später Tätigkeit als Betriebsrätin und damit 1988 Eintritt in die SPD.  Danach war sie Juso und Jusovorsitzende im Bezirk Duisburg Mitglied teilweise als Vorsitzende in mehreren SPD-Gremien in Duisburg und NRW (um die vielfältigen Engagements mal kurz zusammen zu fassen). Seit 2009 ist sie Abgeordnete im Deutschen Bundestag, wo sie auch im Gesundheitsausschuss sitzt. Seit Beginn der Legislaturperiode (26.10.2021) ist sie als 3. Frau Präsidentin des Deutschen Bundestages.

Liebe Bärbel, wir freuen uns sehr, dass Du heute unser Gast bist. Hattest Du eine gute Anreise, bist Du auf Deiner Harley-Davidson gekommen?

In ihrer Antrittsrede sagte sie: Wir brauchen im Bundestag Reden, bei denen Zuhören Spass macht aktuellen

Hat sich das verwirklichen lassen? Diese und andere Fragen können Sie, liebe BesucherInnen, jetzt direkt an die Bundestagspräsidentin richten.

Bitte Bärbel – Dein Plenarsaal