Guten Abend meine Damen und Herren,

mein Name ist Reinhard Aldag und ich begrüße Sie zu einer neuen Veranstaltung im Rahmen der Lobbacher Gespräche.

Begrüßen möchte ich auch MdL Roederer,

Wie fängt man bei so einem Gast an….

Vor fast genau 160 Jahren, am 23. Mai 1863, gründete ein gewisser Ferdinand Lassalle, seines Zeichens Schriftsteller, Journalist und Philosoph den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein und stand damit im Zeichen der damaligen Zeit, im Zeichen der Arbeiterbewegungen, wie sie von Marx und Engels begründet wurde. Sein Motto: „Alle Räder stehen still, wenn unser starker Arm es will“.

Im Laufe der Folgejahre kam es zu Zusammenschlüssen und auch Trennungen/Zerwürfnissen verschiedener ähnlich gearteten politischen Gruppierungen, bis sich 1875 dann unter August Bebel und Wilhelm Liebknecht die Sozialistische Arbeiterpartei [SAP] formierte, die sich ab 1890 Sozialdemokratische Partei Deutschlands nannte.

Wie Sie sehen: eine bewegte Geschichte, wobei ich auf die schwierige Zeit nach dem ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert gar nicht im Detail eingehen möchte.

Immer wieder spielten auch Frauen eine bedeutende, mitunter streitbare Rolle. Sieht man von Rosa Luxemburg mal ab, so war es Andrea Nahles, die erstmals 2018 Parteivorsitzende der SPD wurde und nachhaltig die Geschichte der SPD geprägt hat. Umso mehr freue ich mich, Ihnen heute eine weitere Vorsitzende der SPD vorstellen zu können, ich begrüße Saskia Esken.

Saskia Esken ist Jahrgang 1961 und stammt aus einer politisch geprägten Familie in Calw, der Heimatstadt von Hermann Hesses nebenbei bemerkt. 2019 wurde sie nach einigen Jahren in der Kommunalpolitik zusammen mit Norbert Walter-Borjans in eine Doppelspitze der SPD gewählt und 2021 mit Lars Klingbeil zusammen erneut gewählt. Wir freuen uns, dass Du heute bei den Lobbacher Gesprächen unser Gast bist – Gottseidank nicht im Rollstuhl - und bitten Dich mit Deinem Vortrag zu beginnen. Unsere Besucher haben sicher schon ´ne Menge Fragen auf dem Herzen, vielleicht kannst du uns auch erzählen, ob die deutsche Sozialdemokratie 100 Jahre nach Rosa Luxemburg jetzt weiblicher wird?