Guten Abend, meine Damen und Herren,
Ich begrüße Sie herzlich zum zweiten Abend unserer Reihe der Klima- und Umweltveranstaltungen, die in diesem, vor allem aber in den nächsten Jahren immer wieder auf unserer Agenda stehen.
In diesem Jahr, 2018, standen und stehen ja etliche Gedenktage und Jubiläen an, weniger rühmliche, wie einige Kriegsereignisse, aber auch durchaus erwähnenswerte wie der 200. Geburtstag von Karl Marx, 100. Geburtstag von Helmut Schmidt oder – und damit sind wir beim Thema – 50 Jahre Gründung des Club of Rome. Nicht alle diese Ereignisse konnten und wollten wir zum Anlaß für einen Diskussionsabend der Lobbacher Gespräche nehmen, anders ist es aber bei dem letzten Jubiläum, der Gründung des Club of Rome durch den Italiener Aurelio Peccei. Seine These: "Wir müssen verstehen, dass das Schicksal unserer Erde auf dem Spiel steht und wir müssen versuchen, das Wohl unserer Erde mit den Entwicklungen in Einklang zu bringen, die mit der Modernisierung einhergehen. Das verlangt eine menschliche, ja eine kulturelle Revolution."
Das sind starke Worte, die uns nachdenklich machen sollten. Um das Bewußtsein der Weltöffentlichkeit zu schärfen, veröffentlichte die Organisation 1972 eine Publikation, herausgegeben von dem amerikanischen Ökonom Dennis Meadows: Die Grenzen des Wachstums. Die Studie, es handelt sich dabei um eine Computersimulation der Entwicklung der Welt bis zum Jahr 2100, war als Publikation ein immenser Erfolg, der Einfluß auf die Politik nicht ganz so. Heute ist die Studie aber aktueller denn je. Dennis Meadows selbst hat ja in einem Interview nicht mehr ausgeschlossen, dass wir Menschen die Erde bald unbewohnbar machen.
Es muß uns also endlich jemand ins Gewissen reden, uns aufrütteln, und das überlasse ich gerne unserem heutigen Gast, Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Er ist Naturwissenschaftler, Physiker, Chemiker, Hochschullehrer und Wissenschaftler, u.a. Direktor des Instituts für Europäische Umweltpolitik, Vorsitzender der Enquete-Kommission „Globalisierung der Weltwirtschaft“ - um nur ein kleinen Ausschnitt zu nennen und seit 2012 Ko-Präsident des Club of Rome.
Aber bevor du mit Deinen Ausführungen beginnst, Ernst
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