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Lobbacher Gespräche

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Flyer der 28.Veranstaltung

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Veröffentlicht: 14. April 2026
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28.Veranstaltung vom 4.2.2026

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Veröffentlicht: 13. April 2026
Zugriffe: 23
Die Demokratie braucht Dich!

Die Veranstaltung mit dem ehemaligen Ministerpräsident von Rheimland-Pfalz war ein großer Erfolg und außerordentlich gut besucht.

Hier finden Sie weitere Links zur Veranstaltung

Begrüßung

Pressebericht zur 28.Veranstaltung - RNZ

Flyer

27.Veranstaltung vom 24.Okt. 2025

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Veröffentlicht: 09. April 2026
Zugriffe: 26

Hier finden Sie weiter Links zu der Veranstaltung:

Begrüßung

 

Flyer 26. Lobbacher Gespraeche

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Veröffentlicht: 09. April 2026
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Pressebericht zur Veranstaltung 13.2.2025

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Veröffentlicht: 15. Februar 2025
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Rezepte gegen die Wohnungskrise

Soziologin Christine Hannemann bei den Lobbacher Gesprächen
Von Yannick Hug, RNZ 15.2.2025
Lobbach. „Über eine halbe Million Wohnungen fehlen.“ Mit dieser gesellschaftlichen Schieflage beginnt Jürgen Berger als Wiesenbacher SPD-Ortsvereinsvorsitzender eine weitere Ausgabe der „Lobbacher Gespräche“ am Donnerstagabend. Berger zitiert aus einer kürzlich veröffentlichten Studie des Bündnisses Soziales Wohnen. Aber wie kann diese soziale Notlage behoben werden? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, ist Prof. Dr. Christine Hannemann von der Universität Stuttgart angereist. Sie ist Wohnsoziologin und beschäftigt sich mit der Wohnungsnot und Zukunftsperspektiven, die der Krise entgegensteuern können.
„Wohnen ist das Rückgrat der Gesellschaft“, stellt die Soziologin zu Beginn ihres Vortrags mit dem Titel „Wie wir wohnen (sollten)“ klar. Das Kopfnicken der rund 50 Gäste in der Manfred-Sauer-Stiftung gibt ihr Recht. Doch obwohl das Thema alle betreffe, scheine es unmöglich, Wohnen auf die breite politische Agenda zu schieben. Das zeige bereits die Tatsache, dass Hannemann den einzigen Lehrstuhl in Wohnsoziologie in Deutschland inne hat. In der Wohnungskrise sieht sie eine „Gefährdung der Demokratie“. Obwohl die Wohnsituation oft von linken Positionen aus besprochen werde, macht sie deutlich: „Das ist keine linke Position. Damit nimmt man uns die Lebensgrundlage.“
Die Professorin skizziert viele Themen in kurzer Zeit. Die sozial gerechte Finanzierung von Um- und Neubau, die klimafreundliche Ausgestaltung von Wohnräumen, Mietpreise, Nutzung des Leerstands und Vorschläge zur Verdichtung bestehender Wohnsituationen. Zwei Aspekte kristallisieren sich als besonders zukunftsweisend heraus: die Integration durch Wohnen und die Notwendigkeit kultureller Veränderungen von Wohnkonstellationen.
Deutschland sei schon immer ein Einwanderungsland gewesen, sagt sie. Doch Zuwanderer würden durch mangelnden Wohnraum und fehlende Konzepte zunehmend von der Gesellschaft isoliert. Dies verschlechtere Integration auf allen Ebenen und verstärke die sozialen Probleme, die damit einhergehen. Sie sieht im Wohnen eine „Integrationskraft“. Dies betreffe aber nicht nur Zugewanderte, sondern auch Senioren, die aufgrund ihrer Wohnsituation auch von gesellschaftlicher Isolierung betroffen sei. Die Lösung sieht die Soziologin in dem, was sie „individuelles gemeinschaftliches Wohnen“ nennt: eine Mischung aus privaten und gemeinschaftlich genutzten Wohnräumen. Hier entkernt sie ein zugrunde liegendes Problem der Wohnungsnot: Es ist nicht nur eine Frage der Infrastruktur, der sozial gerechten Verteilung oder der Politik. Die Krise ist ein kulturelles Problem. Eine zunehmende Pluralisierung der Gesellschaft steht laut Hannemann starren Vorstellungen von Wohnkonstellationen gegenüber, also Privatwohnungen und Einfamilienhäuser.
Hannemann plädiert für vielfältigere Angebote des Wohnens abseits dessen, was sie als „Appartementbunker“ bezeichnet. Als Lösung sieht sie zum Beispiel Einliegerwohnungen, die kostengünstig genutzt werden könnten. Aber auch gänzlich neue Wohnkonzepte stellte sie vor. Das Abuna-Frans-Haus in Essen, in dem Menschen mit verschiedensten Nationalitäten und Religionen gemeinsam leben, oder das Hoffnungshaus in Leonberg, in dem 75 Menschen in einem Begegnungszentrum mit Büro- und Seminarräumen wohnen.
Dass diese Transformation nicht konfliktfrei ist, zeigte die anschließende Diskussion. Auch der Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci und der Landtagsabgeordnete Jan-Peter Röderer (beide SPD) beteiligten sich. Im Publikum regten sich kritische Stimmen. Es gebe viele Leute, die alleine leben möchten, denn „zusammen wohnen ist Arbeit“ sagte eine Frau, die dem Vortrag zwar zustimmte, aber auch Probleme und schlechte Erfahrungen mit innovativen Wohnkonzepten sehe.
Castellucci entgegnete, dass dies nicht einfach sei „in einer Gesellschaft, die so stark individualisiert ist wie die unsere“. Er wolle die Aufmerksamkeit jedoch auf die positiven Erfahrungen mit gemeinschaftlichem Wohnen lenken: „Wir diskutieren mehr schlechte als gute Erfahrungen.“

Prof. C. Hannemann in Diskussion mit Prof. L.Castellucci, Bundestagsabgeordneter der SPD

Bildinformation: Christine Hannemann (r.) sprach auch mit SPD-Bundespolitiker Lars Castellucci. Foto: Hug© Rhein-Neckar-Zeitung GmbH

 

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  1. 24. Veranstaltung am 13.Febr.2025
  2. Flyer der 24. Lobbacher Gespräche
  3. Flyer - 24. Lobbacher Gespräche
  4. Wie wir wohnen (sollten)