Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde der Lobbacher Gespräche,
ich begrüße Sie sehr herzlich zu einer neuen Veranstaltung im Rahmen der Lobbacher Gespräche, hier in der Manfred-Sauer-Stiftung.
In gewisser Weise führt uns die heutige Veranstaltung zurück an den Anfang der Lobbacher Gespräche: Am 18. Aug. 2017 hatten wir hier in diesem Raum den ehemaligen Oberbürgermeister von München zu Gast: Christian Uhde. Die Gemeinde, aus der unser heutiger Gast kommt ist ein kleines bisschen kleiner, aber auch hier gilt: Kommunalpolitik ist die Basis allen politischen Denken und Handels, sozusagen die Elementarzelle der Politik, der politischen Gemeinschaft, der Polis als Sphäre und politische Gemeinschaft, wie sie bereits im antiken Griechenland anzutreffen war.
Damit begrüße ich ganz herzlich unseren heutigen Gast, den ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Mannheim:
Dr. Peter Kurz
Wir freuen uns sehr, dass du da bist
Peter Kurz ist - so würde man das in unserer Region wohl nennen:
Ein echter Mannemer (Bu)
Nach dem Schulbesuch und Abitur am Tulla-Gymnasium nahm er anschließend (im Schloß) ein Jurastudium auf, das er nach weiteren internationalen Stationen 1995 mit einer Promotion zum Dr.jur abschloß.
Von 1994 – 1999 arbeitete er als Richter am VG Mannheim bis er 1999 in die Kommunalpolitik ging und Bürgermeister für Bildung, Kultur, Sport und Stadtmarketing wurde. 2007 wählten ihn die Mannheimer dann zum Oberbürgermeister, ein Amt, das er bis 2023 bekleidete.
Deinem Buch entnehme ich, dass du ein großer Anhänger der Agora bist (ein Begriff aus dem antiken Griechenland, den ich vorher nicht kannte), also der Idee eines offenen, öffentlichen Raumes, der als Marktplatz, Versammlungsort und Zentrum für soziale, politische und kulturelle Aktivitäten diente.
Das erinnert ein bisschen an das Konzept der schweizerischen Landsgemeinde mit der Verpflichtung zur Teilnahme und Gestaltung des Gemeinwesens durch alle berechtigten Bürger. Dabei traf man sich sonntags auf dem Dorfplatz und diskutierte und entschied die anstehenden Probleme, ein Konzept, das z.b. im Kanton Appenzell seit dem 13.Jahrhdt. bis in die Gegenwart praktiziert wurde.
Du bezeichnest die Stadt als „kreatives Kraftzentrum“! aber werden diese Qualitäten auch richtig genutzt? Wie hat man sich diese Agora überhaupt hier vorzustellen: alle Mannheimer treffen sich dann auf dem Paradeplatz? Gut, vielleicht wären dann z.B. die Fauxpas der vorübergehenden Vollsperrung von Kunststrasse und Fressgasse vermeidbar gewesen.
Wir freuen uns auf deine Ausführungen, Peter, und hoffen, dass wir gut durch das „Nadelöhr der Bereitschaft zuzuhören“ kommen, die Moderation übernimmt dann in bewährter Weise Thomas Funk.