Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Lobbacher Gespräche,
ich begrüße Sie sehr herzlich zu einer neuen Veranstaltung im Rahmen der Lobbacher Gespräche, hier in der Manfred-Sauer-Stiftung.
Seit jeher ist es unser Anliegen, auch junge Nachwuchspolitiker einzuladen, sie Ihnen vorzustellen und Ihnen die Gelegenheit zu geben, mit Ihnen zu diskutieren. Bereits 2018 hatten wir Kevin Kühnert kurz nach seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden der Jusos hier zu Gast, zusammen mit dem Publizisten Albrecht v. Lucke übrigens. Leider nicht geklappt hatte der Besuch von seiner Nachfolgerin Jessica Rosenthal – da kam uns das Leben dazwischen, wie man so schön sagt.
Dafür freuen wir uns heute umso mehr, Ihnen den amtierenden Bundesvorsitzenden der Jusos vorzustellen, herzlich willkommen
Philipp Türmer
Philipp kommt aus Offenbach /Main und ist noch nicht mal 30Jahre alt.
Seit 2012 ist er SPD-Mitglied. Er studiert derzeit in Frankfurt Jura und BWL
Seit 17.Nov. 2023 ist er quasi nebenbei Bundesvorsitzender der Jusos, wenn man das überhaupt so sagen kann bei einem derartigen Fulltimejob.
Unser Thema heute beschäftigt sich mit Gerechtigkeit und Fairneß in Deutschland, den auftretenden Defiziten und ggf. zu ergreifenden Gegenmassnahmen oder, noch allgemeiner oder provokativer formuliert: mit sozialer Sicherheit und wie lange sich Deutschland das noch leisten kann. Zugespitzt formuliert: missbrauchen wir den Sozialstaat, wie das in letzter Zeit gerne behauptet wird: Paul Ziemiak, der Generalsekretär der CDU in NRW, sagte vor kurzum in einer Talkshow: der deutsche Staat würde mithilfe des Bürgergeldes von Eingewanderten aus Südosteuropa demontiert und die SPD entwickelte sich mehr zu einer Partei der Nichtarbeitenden.
Nun gut, hören wir, was die Jusos dazu meinen.
Philipp, bitte beginne mit deinen Ausführungen. Ich gebe zunächst weiter an Thomas Funk, die Moderation übernimmt später Jan-Peter Röderer